Informationen rund um die Gemeinderatsarbeit
Die Freien Wähler St.Leon-Rot stellen aktuell 5 von 22 Gemeinderäten. Petra Geider-Frey, Siegfried Köck, Heinrich Back,Theo Vetter und Tobias Rehorst sind die gewählten Vertreter der Freien Wähler.
Weitere Informationen unserer Gemeinderäte erhalten Sie hier.
Auch möchten wir Sie hier auf unserer Seite über die von den Freien Wählern gestellten Anträge informieren.
Wir, die Freien Wähler, berichten regelmäßig über die Themen aus dem Gemeinderat und unseren Fraktionssitzungen.
Sie finden die Berichte in der Navigationsleiste links nach Jahren geordnet. Viel Spaß beim Lesen!
Hier noch ein aktueller Beitrag zur Grundsteuererhöhung 2026 - Redebeitrag von Gemeinderat Heinrich Back aus der Gemeinderatssitzung vom 24.02.2026:
Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
Vor gerade einmal einem Jahr haben wir im Zuge der Grundsteuerreform eine Anpassung beschlossen – mit einem klaren politischen Versprechen: aufkommensneutral.
Es war eine Zusage an unsere Bürgerinnen und Bürger. Heute stellen wir fest: Die Gemeinde erzielt rund 9 % mehr Einnahmen aus der Grundsteuer.
Das ist keine Neutralität – das ist eine faktische Erhöhung von 127.039 Tsd.€
Nun sollen die Hebesätze erneut steigen:
Grundsteuer A von 195 auf 300 Prozent
Grundsteuer B von 110 auf 150 Prozent
Das bedeutet für eine durchschnittliche Familie mit 400 m² Grundstück und einem Bodenrichtwert von 600 € eine Mehrbelastung von 87,36 € im Jahr. Das mag im Verwaltungstext klein erscheinen – für viele Haushalte ist es ein weiterer Baustein in einer Kette stetig steigender Kosten. Unsere Hebesätze liegen unter dem Kreisdurchschnitt. Das stimmt. Aber niedrige Steuern waren über Jahrzehnte auch Ausdruck einer soliden Finanzpolitik und einer starken wirtschaftlichen Basis in St. Leon-Rot.
Wir dürfen nicht den Eindruck erwecken, dass Steuererhöhungen zum Standardinstrument werden, sobald die Finanzplanung eine negative Tendenz zeigt.
Wenn wir „aufkommensneutral“ sagen, dann muss das auch gelten. Wenn wir heute erneut erhöhen, verlieren wir ein Stück Vertrauen. „Die einfachste Lösung ist immer die Steuer zu erhöhen. „Uns wird vom Bürgermeister gesagt: Die Finanzkrise ist vorbei.“
Für 2026 erwarten wir rund 50 Millionen Euro Einnahmen.Und gleichzeitig sollen wir die Grundsteuer schon wieder erhöhen? Dass passt nicht zusammen. Wenn die Krise vorbei ist, brauchen wir keine Mehrbelastung. Und wenn wir die Bürgerinnen und Bürger weiter belasten, dann war die Krise offenbar doch nicht vorbei. Beides zugleich geht nicht. Wir entscheiden uns heute für Glaubwürdigkeit –und gegen diese Steuererhöhung.“ Darum lehnen wir diesen Vorschlag ab.
Danke für ihre Aufmerksamkeit
Kontakt: tobias.rehors(at)st-leon-rot.de; siegfried.koeck(at)st-leon-rot.de; anneliese.runde(at)st-leon-rot.de; theo.vetter(at)st-leon-rot.de